Leia Braunagel in Top-Form

„Beim Bundeskader-Wettkampf in Halle standen Deutschlands stärkste Diskus-Frauen im Ring. Leia Braunagel, U23, landete mit 53,18 Meter bereits im ersten Durchgang einen ambitionierten Wurf, der sie ihren zwei Zielen schon sehr nahe gebracht hat: Erfüllen der Norm für die U23 Europameisterschaften und neuer persönlicher Rekord. Es brauchte noch drei weitere Versuche, dann waren beide Ziele erreicht. Als Achtplatzierte schaffte sie gerade noch den Einzug ins Finale. Dort hatte sie dann im vierten Durchgang mit 54,46 Meter ihren Rekordwurf. Drei lange Jahre musste sie auf diese Verbesserung um einen Zentimeter warten, dazwischen lag eine langwierige Schulter-Verletzung und das große Bangen, ob sie den Anschluss an die Spitze noch einmal schaffen wird. (…) „

Leia Braunagel beherrschte die Flugshow

„Die Bedingungen bei den Kader-Diskuswettkämpfen im Aumattstadion waren alles andere als optimal. Regen und wechselnde Winde ließen zwar eine Flugshow aber keine Höhepunkte zu. Landestrainer Lutz Klemm am Ende: „Wir hätten uns alle etwas mehr erwartet“. Das war aber bei diesen wechselnden Wetterbedingungen nicht machbar. Es gab jede Menge Würfe über die 50 Meter, die Stadionrekorde blieben aber in diesem Jahr unangetastet.
Bei den U23 Damen ist Leia Braunagel die Revanche gegen ihre Trainingspartnerin Antonia Kinzel (SSV Ulm) in beiden Wettkämpfen geglückt. Die Baden-Badener Diskus-Queen warf extrem konstant über 50 Meter und behielt bei den Damen in beiden Wettkämpfen die Oberhand.“

Wie Corona mein Leben als Sportlerin beeinflusst hat.

„Um meine sportliche Karriere mache ich mir schon Gedanken. Wenn ich nicht die Möglichkeit habe zu trainieren und Wettkämpfe zu bestreiten, damit ich meine Normen werfen kann, wird es immer schwieriger den nächsten Schritt zu gehen (also wirklich professionell Sport zu machen). Als Nachwuchskader-Athlet hat man nicht so viele Möglichkeiten Sponsoren anzuwerben. Wenn die Firmen Probleme durch die Pandemie bekommen, werden sie kein Geld mehr für den Sport übrighaben. Ich lebe für den Wettkampf, vom Gefühl etwas geschafft zu haben, von der Aussicht auf Erfolge, vom täglichen Training, vom Adrenalin. Das alles fällt erst einmal weg. Man hat sich dann natürlich nicht nur mit seiner sportlichen Zukunft auseinandergesetzt, sondern auch mit sich selbst persönlich. Ich habe gelernt mehr meinen eigenen Weg zu gehen und auf mich selbst zu hören und das hat dann natürlich auch meinen sportlichen Ehrgeiz beeinflusst.“